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Schulgeschichte Volksschule Möllersdorf
Seit 1786 gab es in Möllersdorf einen Schulbetrieb.
Die Kinder wurden im Haus Broschek-Platz 7 von einem Schulgehilfen unterrichtet.
Diese alte Schule bestand mehr als 80 Jahre. Für weitere 10 Jahre mussten die Kinder die Volksschule in Traiskirchen besuchen.
Im Jahre 1881 wurde im Gemeindegasthaus Hauptplatz Nr. 7 wieder eine Klasse eingerichtet, später eine zweite.
1887 spendete die Familie Broschek ein Grundstück, auf dem, nach kurzer Bauzeit, der Grundstock für unser heutiges Schulhaus entstand.
Es war für drei Klassen eingerichtet, die 156 Kinder beherbergten. Zehn Jahre später wurde eine Kindergartengruppe im Schulhaus untergebracht, ebenso wurde eine Wohnung für den Schulleiter errichtet.
Bis zum Jahr 1911 vergrößerte sich die Schülerzahl so, dass das Haus umgebaut werden musste. Es wurde ein 2. Stockwerk aufgesetzt, es erforderte auch neue Stiegenhäuser und erweiterte Gänge. Das Schulhaus gehörte nun zu den stattlichsten Gebäuden des Ortes.
Mädchen und Knaben saßen nun getrennt in 12 Klassen, außerdem gab es eine zweite Kindergartengruppe.
Im Erdgeschoß befanden sich Duschen, die laut Badeordnung von jedem Schüler einmal pro Woche benutzt werden durften.
Nach dem zweiten Weltkrieg waren Besatzungssoldaten einquartiert, es wurden Sanitätsmaterial und Medikamente eingelagert, auch eine kleine Apotheke wurde geführt.
Im Sommer 1945 wurde die Schule geräumt und saniert.
Am 29.10.1945 wurde der Betrieb mit 217 SchülerInnen in 5 Klassen wieder aufgenommen.
Fast die Hälfte der SchülerInnen wurde für drei Monate auf Erholung in verschiedene Bundesländer zu Bauern geschickt.
Nun wurde auch eine Schulwartwohnung eingerichtet.
Im Gasthaus Broschek wurde für die Schulausspeisung gekocht und gegessen.
Im Schuljahr 1946/47 erfolgte die Schweizer Schülerausspeisung durch eine Großküche in Baden, die auch die Schulen in Baden und Pfaffstätten versorgte. Besondere Begeisterung erweckte der frische Kakao und Linsen. Durchschnittlich nahmen 180 Schulkinder und 50 Kindergartenkinder an der Schulausspeisung teil. Sie wurde bis zum Ende des Schuljahres durchgeführt.
Das Schulgebäude wurde renoviert, die Türen und Fenster neu gestrichen.
Ab 21.01.1948 begann wieder die Schulausspeisung, Lebensmittel dazu (Trockenmilch, Fleischkonserven, Fett und Kakao) stellte die Unicef zur Verfügung, Nährmittel und Erdäpfel kaufte die Gemeinde. Gekocht wurde in der Hauptschule Traiskirchen. Pro Monat zahlte ein Kind 3 Schilling, Arme waren befreit.
„Schweizer Wollaktion“: Die Schweiz stellte Wolle zur Verfügung, die Mädchen der 4. und 5. Klasse strickten daraus Socken für 136 SchülerInnen.
256 SchülerInnen wurden in 5 Klassen unterrichtet.
Ab September 1948 wurden max. 30 Schüler in einer Klasse aufgenommen, daher wurden für 244 SchülerInnen 8 Klassen gebildet. Trotzdem wurden in der Folge aus Personalgründen immer wieder Klassen mit bis zu 50 Kindern gebildet.
Es wurde vom 1. Elternabend berichtet, an dem auch – man staune – ein Vater teilgenommen hat.
Auch in diesem Schuljahr wurde die Ausspeisung für ca. 180 Kinder in der großen Pause ermöglicht.
Elternabend gemeinsam mit der Volksschule und Hauptschule Traiskirchen:
Themen:
Dr. Mühlreiter – Tuberkulose Schutzimpfung
Dr. Kirchner Zahnklinik
180 Eltern und alle Lehrer.
Am 31.07.1952 wurde der Schulwart Johann Weidmann pensioniert, Heinrich Gutmann übernahm diese Aufgabe.
Die Westseite des Gebäudes wurde 1955 mit Eternit verkleidet.
Erstmalig wurde der Tag der Flagge/Fahne gefeiert.
Die Schulmilchaktion wurde durchgeführt. In den folgenden Jahren wurde unsere Schule öfters bei der Schulmilchaktion Preisträger.
1958 wurden Wasserklosetts eingebaut, sodass die hygienische Wartung der Schule gesteigert werden konnte.
Im Schuljahr 1958/59 wurde eine Schulklasse für Schwachbefähigte eingerichtet, schon ein Jahr später folgte eine zweite und 1965 eine dritte.
Ab 1.1.1959 stellte die Stadtgemeinde Traiskirchen sämtlichen Schulkindern die Lehrmittel (Hefte und Zeichenblätter) kostenlos zur Verfügung.
Im Sommer 1959 erfolgte die Außenrenovierung des Gebäudes.
Schon 1959 schlug der Schulleiter den Einbau einer Zentralheizung vor, was vom Vorsitzenden des Schulausschusses jedoch abgelehnt wurde.
1961 wurde das Schul- und Wannenbad an das Wasserleitungssystem angeschlossen und nach einem Kesselschaden nun mit einem Gasdurchlauferhitzer bzw. mit einem Gasstrahler beheizt.
Das WC für die Leiterwohnung wurde nicht mehr vom Wasser des Speichers am Dachboden gespeist, sondern auch an die Wasserleitung angeschlossen.
Mit Hilfe einer Spende von 1500,-- Schilling wurde ein Vervielfältigungsapparat angeschafft.
Dr. Kirchner führte erstmalig die Fluortablettenaktion durch.
Herr Scheweder gründete 1964 einen Elternverein. 31 Eltern traten bei, bei der Gründungsversammlung waren 19 Eltern anwesend (von 170)
Der Schularzt Dr. Mühlreiter Erich beendete Ende 1964 seine Funktion, neuer Schularzt wurde Herr Dr. Ulber Franz.
1965 gab es auch die nächste bauliche Veränderung. Im Schulhaus wurden die elektrischen Leitungen unter Putz verlegt und das Gebäude bekam eine Zentralheizung, was für den Schulwart eine große Arbeitserleichterung war.
1965 wurde die 5. Klasse Volksschule aufgelassen, es besuchten nur mehr Schüler der 1. bis zur 4. Stufe die Volksschule Möllersdorf.
1966 wurde der 2. Teilbereich der Heizanlage errichtet (Bau des Heizhauses, Versenkung des Öltanks im Garten, Anschluss an die Wasserleitung, Einleitung des Fließwassers in alle Klassen und Verlegung der elektrischen Leitungen, endlich Licht in allen Räumen)
Ab September 1966 wurde der Samstag aus (fremden)verkehrstechnischen Gründen frei gegeben.
Neu war eine elektrische Uhr mit Läutewerk.
Im September 1967 fand zum letzten Mal die Schulmesse in der Schlosskapelle statt.
Nun war die Sonderschule nicht mehr der Volksschule unterstellt, sondern eine eigene Schule, deren Direktor SOL Muck war.
1968 zog der Kindergarten in die Pestalozzigasse aus und eine vierte Sonderschulklasse wurde eingerichtet.
1969 wurde der Broschek-Platz umstrukturiert und in Verbindung mit diesen Arbeiten musste der Glockenturm fallen.
1970 musste der Turnsaalboden, der wegen der neuen Zentralheizung ausgetrocknet war, neu verlegt werden.
Die Sanierung der WC Böden war der nächste Schritt zu einem modernen Schulgebäude.
Zum ersten Mal erhielten die austretenden SchülerInnen ein Klassenfoto vom Bürgermeister überreicht.
Im Schuljahr 1970/71 war in einer Klasse wegen akutem Lehrermangel aufgefächerter Unterricht nötig.
Der letzte „schwarze“ Klassenfußboden wurde durch einen Parkettboden ausgetauscht.
Das Konferenzzimmer wurde umgestaltet.
An der AHS war keine Aufnahmeprüfung mehr notwendig.
In der ASO wurde eine vierte Klasse bewilligt.
Es wurde erstmalig gemeinsam mit der Fa. Buch-Papier Adlitzer eine Buchausstellung durchgeführt.
Nach zwei Jahrzehnten wechselte der Schulwart Heinrich Gutmann in die neu erbaute Hauptschule und Herr Fischer Heinz übernahm diese Aufgabe.
Jetzt war auch eine Übersiedlung der Sonderschule in die ehemaligen Klassen der Hauptschule möglich.
Im Sommer 1972 wurden alle Fenster gegen Alu-Holz-Fenster ausgetauscht.
Im Zuge dieser Arbeiten wurde auch das Streichen der Fassade notwendig.
Der Künstler Prof. Kaulfersch wurde beauftragt, bei den Blindfenstern ein Bild aus der Geschichte anzufertigen. Pfarrer Tscherney stand für die Motivauswahl hilfreich zur Seite: Das Bild zeigt Möllersdorf, wie es sich (wahrscheinlich) im 11. Jahrhundert präsentierte. Im Hintergrund die Wasserburg, dazwischen Bauernhäuser und im Vordergrund zwei Personen aus der damaligen Zeit.
1976 fand der nächste Umbau statt:
Austausch der Klassentüren, Ausmalen der Klassen und Gänge, Neuverlegung der Elektroinstallationen.
Der Schularzt Dr. Ulber ging in Pension, ebenso der Schulzahnarzt Dr. Kirchner.
Diese Aufgabe über nahm Dr. Karl Meinhart, der sowohl den Körper, als auch die Zähne untersuchte.
Erstmalig wurde der Schulversuch „fremdsprachliche Vorschulung“ im Schuljahr 1976/77 eingeführt.
1978 wurden die Decken herabgesetzt und neue, blendfreie Beleuchtungskörper montiert.
Ab dem Schuljahr 1978/79 wurde die Verkehrserziehung durch die Gendarmerie abgehalten.
Ab sofort fand die schulärztliche Untersuchung aus Kostengründen nur mehr einmal im Jahr statt.
Die Schuluhr (Turmuhr) wurde mit einem elektrischen Antrieb versehen, sie musste bisher täglich vom Schulwart aufgezogen werden.
Der Kiesplatz vor dem Turnsaal wurde 1981 zu einem Rasenspielplatz umgebaut.
Schon im Jahr 1982 berichtete VD Wolf Karl, dass viele Eltern ihre Kinder in Tagesheimschulen anmelden und diese Schulform demnächst in unserer Schule eingeführt werden muss.
1982 bemühte sich der Schulleiter um die Einführung einer Tagesheimschule. Leider waren zu wenige Anmeldungen, weshalb es nicht umgesetzt wurde.
Im Frühjahr 1984 wurde der Elternverein gegründet, Betreiber waren vor allem Eltern, die in Wienersdorf in den Semperithäusern wohnten.
1986 erhielten alle Räume neue Tapeten.
Erstmalig wurde die Freiwillige Radfahrprüfung abgehalten.
Der Elternverein organisierte zum ersten Mal ein Abschlussfest.
1987: Es fand eine Festveranstaltung zum 100 Jahr Jubiläum statt.
VD Wolf wurde am 31.05.1988 zum Oberschulrat ernannt.
1994 wurde wieder eine Kindergartengruppe etabliert, bis 2003 waren schon Kinder für drei Gruppen angemeldet, weshalb die Übersiedlung in das neu adaptierte Schlössl notwendig war.
Im Jahr 2000 wurde die Schulwartwohnung umgebaut und es entstanden ein Werkraum und eine Küche. Im bisherigen Werkraum wurde ein EDV Raum eingerichtet, dort standen auch der Fernseher, der DVD Player und der Videorekorder. Seit diesem Jahr ist Frau Koptis Ingrid Schulwartin.
Im Schuljahr 2003/04 wurde die Schule von Grund auf renoviert. Der Aufwand der Gemeinde betrug ungefähr 3,4 Millionen Euro. Der Turnsaal wurde neu gebaut, im Garten ein neuer Zaun und eine Leichtathletikanlage errichtet. Eingerichtet wurde auch ein EDV Raum, eine Schulküche und ein technischer Werkraum. Alle Leitungen (Strom, Wasser Kanalisation) wurden vollständig erneuert.
Das äußere Erscheinungsbild ist nun ein sehr helles, freundliches, was vor allem von den SchülerInnen und den LehrerInnen positiv aufgenommen wird.
Seit 2005/06 können Schüler auch nachmittags bis 16 Uhr betreut werden. Ursprünglich nahmen 20 Kinder dieses Angebot wahr.
Im Schuljahr 2008/09 sind es schon 48 Schüler, die die Nachmittagsbetreuung bis 17 Uhr in Anspruch nehmen.
Quelle: Chronik der VS Möllersdorf, Konferenzprotokolle
Direktoren:
Sept. 1887 bis 31.12.1903 Johann Hryedl (Schreibung aus der Chronik nicht deutlich erkennbar und daher nicht sicher)
01.01.1904 bis Sept. 1915 August Gebauer
24.09.1915 bis Sept. 1921 Josef Horn
Sept. 1921 bis Sept. 1930 Franz Ludwig
Sept. 1930 bis 31.12.1930 Anton Reich (provisorischer Leiter)
01.01.1931 bis Sept. 1934 Schuster Johann
01.09.1934 bis 31.08.1958 Haselrieder Artur
01.09.1958 bis 31.07.1959 Oswald Muck (provisorischer Leiter)
01.08.1959 bis 31.07.1967 Karl Gfatter
01.08.1967 bis 31.08.1968 Margarete Stadler
01.09.1968 bis 01.07.1988 Karl Wolf
02.07.1988 bis 01.03.2014 Evelin Piringer (früher: König)
02.03.2014 bis ................ Andrea Stadler
Im Archiv befinden sich die Aufzeichnungen aller Schüler seit 1875, die Schulgesetze seit 1887 (teilweise auch früher), fast alle Klassenbücher (außer den Jahren der Leitung unter Dir. Gfatter), fast alle Ausgaben der Gemeindepost seit 1953, die Amtsblätter der Bezirkshauptmannschaft, Chronik von 1887 – 1916 und ab 1945.